Osternacher Einhand 2026 Start

Typische Chiemseewindverhältnisse, 19 Boote mit Yardstickzahlen zwischen 93 und 126, zwei Runden und ein überschaubarer Kurs – das reicht aus, um eine spannende Regatta mit offenem Ausgang zu erleben. So war das in diesem Jahr bei der Osternacher Einhand, zu der wie immer im Juli der YCU eingeladen hatte. Mit köstlich belegten Semmeln zum Frühstück im Clubhaus gut gestärkt sammelten sich 15 Segler und 4 Seglerinnen kurz vor 11 Uhr hinter der Startlinie, die zum ersten Mal vom Südende unseres  Stegs aus in Richtung Osten gelegt worden war. Aufgrund des leichten Nordostwinds hatten sich die Teilnehmer auf einen Vor-Wind-Start eingestellt, aber der schwache Wind drehte unmittelbar vor dem Start überraschend auf Südwest. So ging es dann im Verlauf der Regatta weiter. Mal leichter, dann wieder nachlassender Wind mit häufigen Drehern sorgte dafür, dass das Regattafeld sich zieharmonikaartig auseinanderzog und wieder zusammenschob. Erstmals durften in diesem Jahr auch Boote teilnehmen, die ohnehin nur von einer Person gesegelt werden – günstig bei Verhältnissen, wie sie an diesem Samstag vorherrschten. Joachim Grauer vom VSAC, langjähriger erfolgreicher Teilnehmer auf der Toucan, kam als Erster ins Ziel und erreichte nach Yardstick den zweiten Platz. Conny Stapff vom YCU segelte mit ihrer Chiemseeplätte souverän auf Platz 3. Die elegante Wander-Trophäe aus Holz und Carbon aber durfte Arnold Weißmüller auf seinem ILCA 7 mit nach Hause nehmen. Besonderes Vergnügen hatten auch die Zuschauer auf dem Steg, die dort die Zieleinläufe ganz nah miterleben konnten. Die Siegerehrung ging nahtlos über in das gesellige YCU-Sommerfest, das man mit Spezialitäten vom Grill und aus dem Ofen und verschiedenen frischen Getränken bei lauem Sommerwetter gemütlich ausklingen ließ.

Text: Frauke Vieregg
Fotos: Bernd Klotz